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Neuer Sherlock Stoff: Finde ich noch was hölzern, was sagt ihr?
Der Fall der geschlossenen Fenster
Eine Sherlock-Holmes-Shortstorie
Michael Schäfer © 07/2008
Es war ein sonniger Morgen, Holmes und ich hatten soeben unser Frühstück beendet, als Mrs. Hudson überraschend den Besuch von Inspektor Lestrade ankündigte.
"Guten Morgen Inspektor, was führt Sie zu uns? Ich las nichts an diesem Morgen in der Zeitung, das einen so frühen Besuch rechtfertigt." Holmes betrachtete unsere Besucher geduldig.
Lestrade setzte sich in einen gepolsterten Stuhl und zog seinen Hut. "Ich könnte ihre Hilfe gebrauchen, Mr. Holmes. Der Yard erhielt heute Morgen einen Anruf aus dem Landsitz von Lord Stanley Balfour. Er wurde tot in seinem Schlafzimmer gefunden. Ich fuhr sofort mit einer Droschke hin, aber ehrlich gesagt, das was ich dort vorfand macht mich ratlos. Würden Sie und der gute Doktor mich begleiten um die Dinge selber in Augenschein zu nehmen?"
Selten hatte ich erlebt, dass Lestrade so einfach seine Verwirrung und Ratlosigkeit in einem Fall zugab. Auch Holmes erkannte dies, widerstand aber dem Impuls Lestrade deshalb aufzuziehen, sondern er sagte nur mit einem leichten Lächeln:. "Watson und ich werden gerne unsere mageren Talente zur Verfügung stellen.“ Er stand sogleich auf und nahm Hut und Mantel vom Haken „Ich glaube, wir können jetzt aufbrechen, wenn sie möchten."
Während Mrs. Hudson unser Frühstück entfernte, kletterten wir in Lestrades Polizeidroschke und fuhren auf das Anwesen von Lord Balfour. Balfour war ein ehemaliges Mitglied des Parlaments, erklärte Holmes während der Fahrt, der es während seiner politischen Laufbahn zu einer einflussreichen Position gebracht hatte. Holmes fügte hinzu, dass seit seiner Pensionierung Lord Balfour auf seinem Anwesen das ruhige Leben eines Landadeligen führte.
Wir fuhren auf Balfour Manor zu. Es war ein sauber gehaltenes gepflegtes Herrenhaus, wenn auch klein. Malerisches war das Wort, das sich gleich in meinem Kopf bildete. Es war aus grauem Stein mit weiß abgesetzten Fenstern, garniert mit grünem Efeu, das üppig die Wände bewuchs. Das Grundstück sah gut gepflegt aus, , mit einem kleinen Bach der entlang der Westseite des Grundstückes munter sprudelte.
Die Droschke fuhr uns auf den vorderen Eingang zu, der Kiesplatz davor war Kreisförmig angeordnet und hatte einen bescheidenen kleinen Garten in der Mitte. Ein Wachtmeister der Ortspolizei stand geduldig an der Tür. Er nickte zu Lestrade, als wir durch den Eingang gingen. Der Inspektor führte uns durch die kleine helle Eingangshalle und im Obergeschoss zum Schlafzimmer von Lord Balfour.
Es war ein angenehmer Raum und ich bemerkte keinerlei Unordnung. Es gab einen Tisch in der Ecke, der scheinbar als Lese- und Schreibplatz verwendet wurde. Ich kam darauf, weil ein gut gefülltes Bücherregal und ein mit Papieren gefüllter Sessel neben dem Tisch standen. Ein Stift und ein Brieföffner auf dem Tisch führten zum Ende meiner kleinen Beweisaufnahme. Meine Inspektion des Raumes gab indes nichts weiter Interessantes her. Dann war es Zeit, mich der Gestalt auf dem Bett zuzuwenden.
Darauf lag Lord Balfour. Er sah aus als befände er sich noch in einem ruhigen Schlaf. Während ich mich daran machte, den Körper zu untersuchen, ging Holmes an mir vorbei und untersuchte die Fenster, die er geschlossen vorfand. "Lestrade, wurde dieses Zimmers verändert seitdem der Körper gefunden wurde?"
"Nein Mr. Holmes, der Butler, Foolsgrave, war besorgt, als sein Herr ist nicht hinunter zum Frühstück kam wie üblich. Er ging nach oben und fand Lord Balfour, wie Sie ihn jetzt sehen Er rief einen der lokalen Constabler, die regelmäßig um den Landsitz patrouillieren. Das ist nicht unüblich, bei wichtigen politischen Persönlichkeiten. Der Raum ist seitdem unberührt. "
Diese Antwort schien Holmes zu befriedigen. "Dieses Fenster könnte als Ausgangspunkt für ein unerlaubtes betreten und verlassen des Schlafzimmers benutzt worden sein. Aber das müssen wir an anderen Orten überprüfen." Ich fand es ein wenig seltsam, dass seine Aufmerksamkeit als erstes dem Fenster galt und nicht dem Toten Lord im Bett. Aber jetzt ging er auf das Bett zu und beugte sich über das Gesicht des Toten. Er zog prüfend die Luft ein, nur weniger als ein Zoll vom Mund der Leiche entfernt. Er musste etwas bemerkt haben, denn er tat es ein zweites Mal.
"Watson, kommen Sie hier. Sagen Sie mir, was Sie riechen. " Erregt winkte er mich zu sich.
Ich kam zu meinem Freund auf die Seite des Toten und folgte seinem Beispiel. Als ich tief einatmete bemerkte ich einen schwachen Geruch. "Holmes, ich glaube, das ist Terpentin, das ich rieche, aber es ist ziemlich schwach."
"Ja, Watson, Sie haben es richtig erkannt." Er wandte sich nun Lestrade und sagte: "Inspektor, dieser Mann wurde vergiftet. Ihm wurde eine tödliche Dosis Terpentin verabreicht. Es wurde nicht von ihm aufgenommen, wie wir feststellen können, denn es gibt keine Anzeichen von Erbrechen. Ich glaube, ein Tuch, dicht geschlossen, wurde über seinen Mund gelegt. Und ich sehe keine Anzeichen eines Kampfes. Es ist wahrscheinlich, das er eingeschlafen ist, so wie wir ihn gefunden haben und er nie wieder erwachte. Ich hätte allerdings erwartet, dass die verbleibenden Geruch stärker sein würde, seltsam."
Lestrade war erstaunt über diese Äußerung. "Vergiftete! Wer würde so etwas tun? "
Der Meisterdetektiv blickte der Inspektor mit einem fragenden Ausdruck an. "Das ist der Grund warum wir hier sind, nicht war Inspektor? Wer war alles im Haus letzte Nacht?"
Lestrade zog ein kleines Notizbuch aus seiner Manteltasche und blätterte durch ein paar Seiten. "Lady Balfour war hier. Sie und ihr Mann schliefen immer in getrennten Zimmern. Der Butler und die Magd, eine Frau Chambers, waren auch hier, sie leben im Dienstbotenflügel. Das ist alles. Die Mitarbeiter, die den Garten und die Stallungen unterhalten schlafen in ihren Häusern im Dorf."
Holmes blickte der Kamin, der kalt und nicht angezündet war. "Ich finde es ungewöhnlich kühl in diesem Raum. Beachten Sie dass, Lestrade." Er eilte energisch aus dem Zimmer und führte uns ins das Untergeschoss. Der Inspektor blickte mich ratlos an. Ich zuckte nur mit den Schultern. Wie üblich, hatte ich keine Ahnung, auf welcher Spur Holmes war. Wir folgten ihm hinunter.
Wir erreichten im ersten Stock den Treppenabsatz und Holmes fragte Lestrade nach dem Aufenthaltsort von Lady Balfour.
Wir erreichten einen Salon, wonach Lestrade sich aufmachte die Dame des Hauses zu suchen. Ich war sehr beeindruckt von diesem Raum. Ein riesiger Kamin war zentral in einer Wand eingelassen. Ein Bild von einem Mann in altmodischer Kleidung hing darüber. Ein Vorfahr von Lord Balfour wie ich vermutete. Es gab außerdem Dutzende von Bücherregalen, in erster Linie mit politischen Abhandlungen und Handbüchern voll gestellt.
Ein aufgeräumter großer Mahagoni-Schreibtisch diente als wohl als Lord Belfour`s Arbeitsplatz. Ich vermutete dass er an seinen Memoiren arbeitet, eine Aufgabe, die so viele Politiker nach ihrer Pensionierung verfolgten. Holmes blickte kurz auf die verschiedenen Bücher und ließ sich zu einem Geräusch von Missbilligung hinreißen. "Er hatte sicherlich nur begrenztes Interesse am Lesen. Ich sehe nur sehr wenige Bücher die nichts mit irgendwelchen Regierungsahngelegenheiten zu tun haben."
Wir wandten uns um als Lady Balfour den Raum betrat, gefolgt von Inspektor Lestrade. Holmes bekundete ihr höflich sein bedauern für den Tod ihres Mannes. Sie hatte graue Haare, aber sie schien sich in einem Zustand guten Gesundheit zu befinden. Ich schätzte sie sich in der Mitte der fünfziger Jahre. Ihr Gesichtsausdruck war ernst und fest und ich glaubte darin den Stolz erkenne zu können, an der Seite ihres Mannes gesellschaftlich aufgestiegen zu sein. Sie setzte sich auf einen Stuhl vor den Kamin, der war nicht brannte, und wartete darauf das Holmes mit der Befragung begann.
Lestrade blieb von der dunklen Eichentür stehen und ich stand bescheiden etwas weiter daneben, um nicht einen zu bedrohlichen Eindruck auf die arme Hinterbliebene zu machen. "Lady Balfour," begann Holmes, "wann hat sich Ihr Mann gestern Abend zur Ruhe begeben und was haben Sie in dieser Zeit getan?"
Sie schaute direkt in Holmes Augen, mit unerschütterlichem Blick. "Ich selbst ging zu Bett kurz nach neun Uhr. Stanley blieb noch hier im Salon um einige seiner langweiligen Texte zu lesen. Ich hörte ihn in meinem Zimmer die Treppe hinauf gehen, über eine halbe Stunde später. Ich beschäftigte mich mit Stricken, wie oft vor dem Einschlafen."
Holmes strich mit einem Finger über einige Buchrücken im Regal vor ihm. "Madame, kennen Sie jemanden, der den Tot ihres Ehemannes wünscht?" Fragte er in einem sehr legere Ton, aber ich wusste, dass er dabei genau ihre Reaktion beobachtete.
Sie gab sich keine Blöße. "Nein, kenne ich nicht. Wir leben hier sehr ruhig, da Stanley die Regierung vor zehn Jahren verlies. Ich denke es war ein Einbrecher, vielleicht unten aus dem Dorf."
"Ein Einbrecher, sagen Sie? Das ist sicherlich eine Option für unsere weiteren Ermittlungen. Ich versichere Ihnen, wir werden alles tun, um den Mörder ihres Mannes zu ergreifen. Ich möchte Sie nun nicht weiter belästigen, so kurz nach ihrem unglücklichen Verlust."
Sie nickte ihm zu und erhob sich. Lestrade hielt ihr die Tür offen und schloss sie auch gleich wieder, nachdem sie uns verlassen hatte. Holmes blickte der Inspektor an und sagte: "Ich glaube, wir täten gut daran, nun unsere Fragen an den Butler zu richten. Würden Sie nun Foolsgrave zu uns bitten?"
Lestrade verließ den Raum. Holmes wandte sich sofort zu mir herüber. "Nun mein lieber Watson, wie sieht es für Sie bisher aus?"
Es schien, als hatten wir nichts entdeckt und nichts in der Hand. "Lord Balfour wurde getötet durch eine tödliche Dosis Terpentin. Der Butler, das Dienstmädchen und seine Frau waren auf dem Gelände. Darüber hinaus sehe ich nichts was uns weiterhilft. "
Holmes schüttelte den Kopf. "Zwar können wir sicherlich diesen Fall noch nicht lösen, aber es gibt es bereits ein paar Punkte die uns zu weiteren Hinweise führen können. Für den Anfang, denken sie an die Fenster und die schwache Reste von Terpentin." Ich weiß nicht, was er sonst vielleicht hinzugefügt hätte, denn genau in diesem Moment kam Lestrade wieder herein, begleitet vom Butler.
Foolsgrave war kurz und kräftig, kaum der Prototyp des englischen Butlers. Er hatte einen Vollbart und einen Anzug, der an seinem Körper zu hängen schien, als ob er ihm nicht ganz passen würde. Er schaute von Holmes zu mir und wartet darauf, dass einer von uns anfing zu sprechen. "Ich bin Sherlock Holmes und bin dabei, den Tod von Lord Balfour aufzuklären Soweit ich informiert bin, waren sie gestern Abend hier?“
"Das ist richtig, Sir", antwortete der Butler mit einer kräftigen lauten Stimme.
"Wissen sie, um welche Uhrzeit Lord Balfour seine Studien hier beendet hatte und sich zu Bett begab?"
Foolsgrave überlegte einen Moment, bevor der Antwortete. "Er verließ den Salon kurz nach 9:30 am Abend. Ich traf ihn im Flur und fragte, ob er noch etwas benötigte. Er sagte, er wäre ein wenig müde und dass er direkt ins Bett ginge. Er stieg die Treppen ins Obergeschoss hoch, so dass ich mich, nach einer abschließenden Überprüfung der Türen im Haus, in den Dienstbotenflügel begab."
"Abgesehen von Lord Balfour`s Äußerung er sei müde, hörten oder sahen sie nichts mehr von ihm?" Fragte Holmes. Der Butler schüttelte den Kopf. "Und war das Haus sicher?"
"Jawohl Sir, alle Türen waren verriegelt, und die Fenster geschlossen. Das ist Teil meiner Aufgaben bevor ich selber zu Bett gehen darf, um das Haus für die Nacht abzusichern."
Holmes dankte dem Butler und entließ ihn. Die Magd wurde kurz danach von Lestrade hereingeführt, hatte aber nichts hinzuzufügen. Sie hatte in ihrem Zimmer geschlafen, da das Abendessen serviert war und sie ein leichtes Fieber hatte. Nach den Befragungen gingen wir aus dem Haus und folgten Holmes auf die Rückseite des Hauses. "Wie Sie sehen können, Watson, den Boden unter Lord Balfour's Fenster ist unbeeinträchtigt. Ich sehe keine Anzeichen von Fußspuren oder einer Leiter. Wenn aus dem Dorf ein Einbrecher in die Räumlichkeiten des Hauses eindrang, war es jedenfalls nicht durch dieses Fenster. Natürlich, gibt es einige Einbrecher die mit Terpentin getränkte Lappen mitbringen und jemanden ermorden wollen. " Das klang ungewohnt ironisch von Holmes und ich schaute verwundert zu Holmes und hob die Brauen.
Holmes blickte über das weite Landes hinter dem Haus. "Nun, es scheint ziemlich klar, wer ihn tötete."
Ich war fassungslos von dieser Äußerung. Ich hatte keine Ahnung, wie er hätte das Geheimnis so schnell gelöst hatte. Lestrade war inzwischen an der Seite des Hauses entlang gewandert und konnte uns nicht hören.
"Wie meinen sie das? Sie haben den Fall gelöst? Wie haben sie die Lösung herausgefunden?“
"Kommen Sie Watson, ich muss noch ein paar Dinge überprüfen, aber es mir alles klar. Sicherlich haben Sie nicht doch auch alles mitbekommen was ich gesehen habe? Sie haben nicht. Nun gut, Sie dann noch ein wenig länger warten." Mit diesen Worten ging er zurück ins Haus, mit mir auf seinen Fersen.
"Lestrade, ich brauche sie um mir unbeobachtet das Haus anzusehen. Könnten Sie Lady Balfour ablenken mit einigen Fragen rund um diesen Einbrecher aus dem Dorf? "Lestrade bejahte dies." Guter Mensch. Kommen Sie mit, Watson."
Ich hörte Lestrade's tönende Stimme aus der Küche, als wir die Treppe zum zweiten Stock hinaufstiegen. Holmes blickte schnell in eine Tür, dann ein anderer, bis er am Ende der Halle ankam. Ich folgte ihm in das, was offensichtlich Lady Balfour`s Raum war. Es war ein geräumiges Zimmer mit einem Kamin, einem Himmelbett, einem antikem Ankleidetisch und einem großem Bronzegefassten Spiegel daneben. Holmes gingen sofort auf den Kamin zu. Die Feuerstelle war kalt, aber der Menge an Asche nach musste ein Feuer innerhalb der letzten Tage gegeben darin gebrannt haben. Mit einem Schürhaken suchte Holmes in der Asche, während er vor sich hin murmelte: "Wie ich vermutete."
"Das schließt den Fall, Watson. Eine unglückliche Wende der Ereignisse, wirklich. Lassen Sie uns nach unten gehen und erlösen Sie bitte Lestrade." Anscheinend konnte ich wieder nicht erkennen, was für Holmes so offensichtlich war. Der Kamin sagte mir gar nichts. Ich drehte mich zu Holmes, aber der hatte den Raum verlassen. Ich folgte ihm schnell auf die erste Etage. Wir fanden dort den Inspektor noch im Gespräch mit Frau Balfour vertieft.
Holmes ging mit ernster Miene zu ihnen in den Raum. „Lestrade, ich muss ich Ihnen mitteilen, dass Lady Balfour, ihrem Ehemann ermordet hat. Ich weiß nicht, was das Motiv war, aber die Fakten sind klar. Sie müssen sie unter Arrest nehmen." Lestrade rief den Constabler, der vor dem Haus wache hielt beauftragte ihn, die Frau festzunehmen. Als dieser etwas zögerlich zu Werke ging, fing Holmes mit seinem Vortrag an..
"Wie wir wissen, wurde Lord Balfour getötet von jemandem, der ein stark mit Terpentin getränktes Tuch an seinen Mund hielt. Da es gab keine Anzeichen für einen Kampf gab, ist er wahrscheinlich überhaupt nicht aufgewacht. Es war ein schwacher Geruch von links in den Raum. Ich bemerkte, dass es im Schlafraum kühler war, zu kühl um es als angenehm für den Schlaf zu empfinden. Dies führte mich zu der Annahme, dass das Fenster in der Nach geöffnet war, um so durch die frische Luft den Geruch des Giftes zu entfernen. Da der Lord sehr müde war und gleich zu Bette gehen wollte, ist es unwahrscheinlich, dass er das Fenster geöffnet hatte.
Es gab keinerlei Anzeichen für einen Einbruch durch das Fenster, außerdem versicherte mir Foolsgrave glaubhaft, das alles im haus verschlossen war, ich wies also die Einbrecher Theorie, vorgeschlagen von Lady Balfour, als unwahrscheinlich ab. Es wird allgemein anerkannt, dass ich sehr gute Kenntnisse über die Mittel und Möglichkeiten von Verbrechern besitze. Einbrecher begehen selten einen vorsätzlichen Mord. "
Er pausiert kurz, was die dramatische Wirkung seiner Worte verstärkte Jeder im Raum hörte gebannt zu, einschließlich der Angeklagten. "Also kam jemand, um das Fenster zu schließen, bevor der Körper gefunden wurde. Unsere Verdächtigen waren Lady Balfour, Winsgrave, und die Magd, die wegen eines Fiebers verhindert war, und schien mir die am wenigsten wahrscheinliche Kandidat. Lord Balfour's Kamin wurde seit mehren Tagen nicht verwendet. Allerdings habe ich festgestellt, dass seine Frau ihren Kamin innerhalb der letzten Tage benutzt hat. Ich fand Reste eines Verbrannten Stoffes in der kalten Asche. Lestrade, ich glaube, wenn Sie das Material testen, finden Sie Spuren von Terpentin."
Holmes wandte sich nun an Lady Balfour. "Ich weiß nicht, warum Sie Ihrem Ehemann getötet haben, aber sie haben es getan, und jetzt müssen Sie den Preis dafür zahlen".
Lady Balfour sagte nicht ein Wort. Sie wurde nicht ängstlich, panisch oder trotzig. Sie stand nur schweigend da und wartete auf das. was auch immer als nächstes kam. Der Wachtmeister tat nun seine Pflicht und brachte sie am Arm haltend weg.
Lestrade sprach nun zu Holmes und bat um Aufklärung. "Holmes, ich sehe ihre Beweise, aber wie kamen sie auf Lady Balfour, anstatt auf Foolsgrave?"
"Elementar, lieber Lestrade. Foolsgrave hätte Balfour während er die Treppe hinaufging töten können, oder er hätte ihn getötet während er schlief. Aber er hätte sicherlich eine Tür entriegelt oder ein Fenster im ersten Stock entsperrt Dies hätte mich auf die Idee gebracht, dass ein Außenseiter den Mord begangen hätte. Dadurch hätte sich meine Aufmerksamkeit weg von ihm und zu einem Einbrecher aus dem Dorf gebracht. Aber als er bestätigte, dass das Haus sicher war, führte dies mich zu Lady Balfour. Ich frage mich, warum sie ihren Mann getötet hat. Ich bezweifle dass wir es jemals erfahren werden."
Er schaute mich an. "Ich nehme an, mein guter Watson, sie schreiben diese kleine Geschichte auch in ihre Chroniken, aber ich bezweifle das es die Leser sonderlich interessieren wird. Dafür war es doch wirklich zu einfach!“
„In der Tat, Holmes, in der Tat,“ entgegnete ich und schaute amüsiert zu dem ob dieser Worte verblüfften Inspektor Lestrade.
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